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Anlass von GHGRB
Samstag, 15. August 2020, 19:30
  • Besichtigung der ältesten Taufrodel im deutschsprachigen Raum in der Theodorskirche und Vorstellung des Projektes zur Transkription der Bücher.
  • Besichtigung dieser Kirche mit ihren Besonderheiten, geführt durch den Pfarrer Roth der Kirchgemeine St. Theodor
  • Apéro vor oder in der Kirche je nach Witterung.

Die ältesten erhaltenen Taufbücher im deutschsprachigen Raum sind zurück in Basel – wenn auch nur als Kopien in hoher Qualität. Die 1700 Seiten geben ein eindrückliches Bild, wie über Jahrhunderte geboren und gestorben wurde.

«Ein herausragendes und ausserordentliches Ereignis.» Urs Pfander, Präsident der reformierten Kirchgemeinde Kleinbasel, ist begeistert, dass die Taufbücher von St. Theodor ihren Weg zurück in die Kirche, an ihren Entstehungsort, gefunden haben. Wenn auch als Kopien: Die Taufregister wurden im 19. Jahrhundert aus dem Nachlass des Pfarrhelfers Johann Jakob von Brunn nach England verkauft. Die Originale befinden sich noch heute in der British Library in London. Mehrere Versuche, auch vom Bundesrat, die Taufbücher nach Basel zurückzuholen, scheiterten. «Die hochwertigen Kopien sind ein würdiger Ersatz, die Fülle an Informationen bleibt ja die gleiche», meint Andreas Nidecker, Mitinitiant des Projekts. Vor kurzem stellten Pfander und Nidecker zusammen mit Philipp Roth, Pfarrer in der Kirche St. Theodor, sowie der Kulturhistorikerin Barbara Piatti und Staatsarchivarin Esther Baur den Schatz dem Publikum vor. Die Taufbücher gewähren Einblick in eine bewegte Basler Stadtgeschichte. Und das über rund 250 Jahre, auf 1700 Seiten, in zwei Bänden. Das weltliche und religiöse Leben im frühneuzeitlichen Basel wird greifbar: Zur Zeit der Reformation war Basel mit 10’000 Einwohnern doppelt so gross wie Zürich und Bern. Der Buchdruck und die 1460 gegründete Universität zogen viele in die Stadt am Rhein. Auch Erasmus von Rotterdam liess sich hier nieder. Der Leutpriester von St. Theodor, Johann Ulrich Surgant, legte ab 1490 eines der Taufbücher an. Nach der Reformation von 1529 gehörte es zur Pflicht der Geistlichkeit, die Register zu führen.

Ort Rest. Weiherhof
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